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Über mich

Christian Rebehn

Biografien schreiben eigentlich besser Andere, aber ich versuche mich mal an meiner Eigenen.

Geboren wurde ich im Jahr 1990 in einer kleinen Stadt im Herzen Schleswig-Holsteins. Meine Kindheit und Jugend waren daher vor allem vom Kleinstadtleben geprägt. Ich stamme aus einer landwirtschaftlichen Familie, da meine Eltern anderen Berufen nachgingen wuchs ich jedoch in eher städtisch geprägtem Mittelstand auf. Aufgrund der familiären Verbindung lernte ich jedoch auch die Landwirtschaft gut kennen und verbinde schöne Kindheitserinnerungen mit der Natur und etwas, was Kindern in diesem Jahrtausend fremd zu sein scheint: draußen spielen.
Mit dem Wechsel aufs Gymnasium 2001 begann ich mich zunehmend von der Kleinstadt, in der ich lebe und immer gelebt habe, zu lösen. Mein Schulstandort - 25 Kilometer entfernt - wurde zu meiner neuen Heimat und ein anderes soziales Umfeld begann mich zu prägen. So zieht es mich heute in die großen Städte dieser Welt, ich träume davon, mit meinen Freunden auszugehen und dabei nur zehn Minuten U-Bahn statt dreißig Minuten Auto fahren zu müssen. Meine Sehnsucht nach dem - mir fremden - urbanen Leben zieht mich von zuhause weg. Mit dem Umzug nach Singapur (mehr dazu später) habe ich mir diesen Traum zumindest erst einmal für eine kurze Zeit erfüllt.
Trotz alledem bleibe ich meiner Heimat innerlich trotzdem verbunden. Vor allem der Respekt für die Natur und ihre Bewohner bleibt mir von meiner Kindheit.
2006 trennten sich meine Eltern und ich zog mit meiner Mutter zu ihrem neuen Lebensgefährten. In dem neuen Umfeld entwickelte ich mich angeblich erstaunlich schnell weiter. Tatsächlich war ich vorher nie ein Mensch mit großem Selbstvertrauen gewesen, was sich nun änderte. Mein Horizont und mein Freundeskreis erweiterten sich rasch und mittlerweile fühle ich mich pudelwohl in meinem Leben und als der, der ich bin.

2010 machte ich mein Abitur mit 2,0. Nicht hervorragend, aber mehr als ausreichend, zumal ich bei meinen Plänen auf keinen NC angewiesen bin.

Derzeit (Juli 2011) lebe ich in Singapur, wo ich für ein Semester Hospitality & Tourism Management studiere. Ein Semester führt zum Diplomabschluss in den Fächern Marketing, Accounting, Principles Of Management, Food And Beverage Service Operations, Front Office Operations und Tourism Systems And The Environment. Obwohl dies nur der Einstieg in das Bachelorstudium ist habe ich vor, Singapur mit dem Diplom zu verlassen und nach Europa zurückkehren um in Salzburg eine Ausbildung zum Linienpiloten zu beginnen. Nachdem eine Bewerbung bei der Deutschen Lufthansa nicht zum gewünschten Erfolg gefü führte werde ich diesen Weg über eine unabhängige Flugschule einschlagen - und letztlich auch unabhängig in der Wahl der Arbeitsstelle sein.

Besonders nach dem plötzlichen Tod meines Vaters im Jahr 2009 lebe ich vor allem nach der Regel, jeden Tag so zu leben als sei es der Letzte. Denn ich kann aus erster Hand beurteilen wie schnell der letzte Tag wirklich kommen kann. Vor allem möchte ich am Ende meines Lebens nicht zurückblicken und die Dinge bedauern, die ich nicht getan habe. Und ich darf sagen, dass ich das bisher ganz gut hinbekommen habe. Das beste Anzeichen dafür ist, dass ich keine Angst vor dem Tod habe. Denn Angst vor dem Tod hat nur derjenige, der mehr Zeit braucht um glücklich zu werden, meist weil er dabei getrödelt hat. Das ist bei mir nicht so - stürbe ich heute, ich täte es im guten Gewissen, das Beste aus meinem Leben gemacht zu haben.
Damit es nicht irgendwann zu spät ist nutze ich meine Jugend um das Beste aus dem Leben heraus zu holen. Auf diese Weise kann ich mich später den wichtigen Dingen des Lebens widmen: meiner Familie, die ich gründen möchte, dem Haus, das ich kaufen möchte und dergleichen. Bei allem Fernweh braucht der Mensch doch ein Zuhause, einen Ort des Rückzugs und der Ruhe mit geliebten Menschen.
Meine Lebensphilosophie ist also dem Epikureismus nicht fern, jedoch bin ich trotzdem auch ein sehr bedachter, sorgfältiger und vor allem planender Mensch. Die Devise lautet, den Tag so zu leben, dass ich ihn abends nicht bereue. Das schließt jedoch nicht aus, den Tag zu nutzen um dafür zu sorgen, dass übermorgen noch besser wird.

Eine Frage, die ich in Einstellungsgesprächen wirklich fürchte ist die nach meinen Hobbys. Denn klassische Hobbys habe ich eigentlich keine und ob Reisen wirklich als Hobby gelten kann ist fraglich. In meiner Kindheit habe ich mehrere Jahre Basketball und sogar ein paar Wochen Fußball gespielt. Irgendwann wurde mir das jedoch zuviel, ich denke dass die langen Schultage (der Bus fuhr um 6:30 Uhr und mit Glück kam ich um 14:00 Uhr wieder nach hause, in den späteren Schuljahren natürlich noch später) letztendlich zuviel Stress bedeuteten. Ich bin ein Mensch, der viel Ruhe und Zeit für sich selbst braucht. Seit 2001 nahm ich mehrere Jahre Gitarrenunterricht und nenne noch heute drei der Instrumente mein Eigen. Zugegebenermaßen spiele ich jedoch ausgesprochen selten, obwohl es mir nach wie vor Spaß macht.
Vielleicht kann ich den Computer dafür verteufeln. Den ersten bekam unsere Familie 1999. 2003 bekamen wir Internet, damals noch über Modem. Wenn man das Gerät mit drei Personen teilen muss und in der Zeit auch noch ewig braucht um Webseiten zu laden kann man gar nicht süchtig werden. 2005 kam jedoch DSL und mein eigener Rechner. Seitdem ist die Wundermaschine aus meinem Leben nicht mehr weg zu denken. Ein neues Hobby ist meine Webseite, die ich seit 2005 betreibe. Sie verschlingt jedoch nur sporadisch Zeit. Halb daran gekoppelt ist eine andere Beschäftigung, die ich gern als "Grafikdesign" bezeichne. Professionell oder kreativ ist daran wie ich finde jedoch wenig, meistens geht es dabei um Dinge die mit meiner Website in Verbindung stehen, manchmal auch mit dem Microsoft Flight Simulator, in den lange ich viel Zeit investierte. Die meiste Zeit, die dann noch übrig bleibt geht irgendwo in Filmen, Serien, Spielen und dem Lesen von nicht immer sehr wertvollen Websites verloren. Vielleicht werde ich im Alter diese Zeitverschwendung bereuen. Irgendwie tut es mir auch heute schon weh, dass ich mich kaum noch abseits des PCs beschäftigen kann. Vielleicht ist es aber auch einfach der Lauf der Zeit. Für Lego bin ich schließlich auch "zu alt" und die Kinder von heute verbringen auch mehr Zeit damit, auf Bildschirme zu sehen anstatt aus dem Fenster.

Ein einsamer oder verschlossener Mensch bin ich trotzdem nicht. Wann immer möglich verlasse ich das Haus sehr gerne um etwas mit meinen Freunden zu unternehmen. Im Sommer zieht es mich am liebsten ans Wasser. Wasserski oder Kanu fahren, selbst schwimmen ist leider nur selten möglich. In der Oberstufe wählte ich als Sportkurs Rudern. D.h. rudern etwa sechs oder sieben Wochen pro Jahr, den Rest der Zeit war es einfach zu nass und kalt weswegen wir Hockey spielten. Das Rudern gefiel mir jedoch immer besser und ich wäre gern in den örtlichen Ruderverein eingetreten. Angesichts meiner Schul-, deren Trainings- und der Fahrtzeiten war dies jedoch kaum realisierbar und ich musste es sein lassen. An der Hochschule in Singapur trat ich ins Basketballteam ein, um die alte Leidenschaft wieder ein wenig aufleben zu lassen. Außerdem bewege ich mich hier vergleichsweise viel zu Fuß, gehe laufen oder schwimmen.

 

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18.07.2011
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