August 2009 - San Francisco
Als ich im Sommer 2009 in Los Angeles weilte unternahmen Laine und ich einen kurzen Trip in den Norden des Staates, ins wunderschöne San Francisco. Wir nahmen den ersten Flug mit Virgin America an diesem Morgen, blieben eine Nacht und flogen am folgenden Tag mit dem letzten Flug wieder zurück nach Los Angeles. Dies ist die Geschichte dieser zwei Tage.
Dienstag, 11. August 2009
Flug Los Angeles - San Francisco
Da unser Flug um 6:30 Uhr ging und so früh am Morgen niemand Lust hatte, die dreiviertelstündige Fahrt zum Flughafen auf sich zu nehmen um uns abzusetzen ließen wir uns schon spät am Vorabend hinbringen. Womit wir nicht gerechnet hatten war, wie schrecklich kalt es sein würde. Nicht wegen des Wetters - Schuld war die Klimaanlage des Terminals 3, die es fast unerträglich machte, in T-Shirt und Shorts auf einer Bank zu sitzen. So verbrachten wir die Nacht eng aneinangergekuschelt um uns warm zu halten, fanden aber nur sehr wenig Schlaf.
Wenigstens waren wir auf diese Weise mit unter den Ersten die die Sicherheitskontrolle passierten. Aufzugebendes Gepäck hatten wir nicht und so konnten wir uns auch diesen Schitt sparen.
Der Flug war kurz und ereignislos, jedoch lang genug dass ich die Airline bewundern konnte. Spottbillig waren die Tickets gewesen, zu Konditionen die Ryanair alt aussehen ließen. Zudem gab es ausreichend Platz, die Sitze waren komfortabel, es gab sogar ein AVOD-System, das selbst auf hunderte Euro teuren Lufthansa-Kurzstrecken fehlt.
Downtown und Motel
Wir hatten im Super 8 Motel San Bruno in einem südlichen Vorort von San Francisco ein Zimmer reserviert, konnten jedoch erst am Nachmittag einchecken. Und so erledigten wir erst das Nötigste: Frühstücken und Touristenpässe für den öffentlichen Nahverkehr besorgen. Die galten jedoch nur in San Francisco selbst, die Zugfahrten mit der BART-Bahn, die die gesamte Bay Area erreicht, mussten wir also extra bezahlen. Um vorerst in die Stadt zu kommen nahmen wir einen Expressbus vom Flughafen zum Transbay Terminal in der Innenstadt von San Francisco. Von dort gingen wir zu Fuß an den Piers entlang vom Ferry Building zum Pier 39, wo wir uns eine Weile aufhielten und Laine mich herumführte.
Mittlwerweile konnten wir uns auch auf den Rückweg machen und im Motel einchecken, das in der Nähe des Flughafens lag. Wir nahmen den Bus zur Market Street und von dort den BART-Zug bis zur dem Hotel am nächsten gelegenen Station. Von dort mussten wir noch etwa zehn Minuten zu Fuß gehen bis wir das nette kleine Motel erreichten. Das Zimmer war preiswert gewesen und bewies ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Es war ausreichend groß, sauber und hatte einen Whirlpool. Wir blieben hier eine Weile bevor wir uns wieder auf den Weg in die Innenstadt machten.
Abend in San Francisco
Wir nahmen unser Mittagessen in einem Wendy's ein, das auf dem Weg vom Hotel zum Bahnhof lag. Mittlwerweile war es später Nachmittag. Eine Sache hatten wir noch bedingungslos geplant: eine Fahrt mit einem Cable Car. Mit dem BART fuhren wir wieder zur Market Street, sahen uns die Transamerica Pyramid an und gingen die Columbus Avenue bis zum Hafen hinunter. Hier ist ein Haltepunkt der Cable Cars. Wir reihten uns in die lange Schlange von Touristen ein, im Endeffekt ging es jedoch trotzdem recht schnell. Auf der hinteren Plattform eines Wagens stehen ließen wir uns durch die malerische sommerabendliche Stadt fahren, bis zurück zur Market Street.
Dort angekommen gingen wir ein wenig die geschäftige Hauptstraße entlang und suchten dann den Busterminal, den wir erst nach ausgedehnter Suche fanden. Es war mittlerweile jedoch zu spät, es fuhren keine Busse mehr und so entschieden wir uns, einmal mehr die U-Bahn zu nehmen. Das Einkaufszentrum, hinter dem der Bahnhof liegt, war bereits geschlossen und so mussten wir uns unseren Weg durch das Parkhaus der Anlage bahnen. Erschöpft sanken wir ins Bett und schliefen sofort ein.
Mittwoch, 12. August 2009
Golden Gate Bridge
Als ich am nächsten Morgen erwachte stand ein Teller voller Frühstücksutensilien, Marmelade und frischen Brötchen auf meinem Bauch. Laine hatte bereits gefrühstückt und mir kurzerhand etwas mit ins Zimmer gebracht.
Wir verloren auch nicht viel Zeit sondern machten uns direkt auf. Laine bestand darauf, dass wir diesmal den Bus nahmen, der die Straße entlangfuhr, in der das Motel und der Bahnhof lagen. Mit dem BART fuhren wir bis Daly City und stiegen dort auf die Buslinie um, die durch malerische Straßen und Parks direkt zur Golden Gate Bridge fuhr.
Dort angekommen war ich überwältigt von der imposanten Erscheinung der Brücke. Der Nebel verzog sich auch ganz allmählich und gab den Blick auf die riesigen Pylonen frei. Selbstverständlich gingen wir auch ein Stück auf der über 70 Meter hohen Brücke entlang, was sich schwieriger gestaltete als erwartet. Denn seit jemand auf die Idee gekommen war, Fahrräder an Touristen zu verleihen scheint es für Fußgänger kaum noch Platz zu geben. Andauernd wird man von Fahrradfahrern angerempelt oder abgedrängt. Dennoch ergaben sich wunderschöne Ausblicke auf die Stadt und Alcatraz sowie auf die Brücke selbst, die ich mir nie wirklich so groß vorgestellt hatte.
Hyde St., Lombard St., Fisherman's Wharf
Wir nahmen den Bus zur Ecke Beach und Hyde Street. Unser nächstes Ziel war die Lombard Street, die krummste Straße der Welt. Sie zweigt direkt von der Hyde Street ab, wir waren am Abend zuvor bereits dran vorbei gefahren.
Zunächst jedoch galt es, den höchsten Punkt der Hyde Street zu erreichen. In der Mittagssonne war die enorm steile Straße nur beschwerlich zu erklimmen.Als wir es geschafft hatten ergab sich von der Ecke zur Lombard Street ein wunderbarer Blick über die Stadt, zum Coit Tower und zur Bay Bridge.
Am unteren Ende des krummen und steilen Teils der Lombard Street angekommen, an der Leavenworth Street, schlugen wir den Weg zurück zum Wasser an. Die weltberühmte Meile Fisherman's Wharf lag unweit von hier. Laine hatte besonders aufgeregt von einer Sauerteigbäckerei erzählt, die hier liegt. Also sahen wir uns ein bisschen um, ich warf Postkarten ein und wir aßen in der Sauerteigbäckerei.
Coit Tower, Flug San Francisco - Los Angeles
Wir erfuhren, dass direkt um die Ecke eine Buslinie bis zum Coit Tower hinauf fuhr. Da wir noch reichlich Zeit hatten entschieden wir uns, diesen Bus zu nehmen und uns die Stadt vom Telegraph Hill aus anzusehen.
Um auf den Turm selbst zu kommen hätten wir Eintritt bezahlen müssen, weswegen wir es vorzogen, im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Boden zu bleiben. Auch hier ist die Position hoch genug um einen wunderschönen Blick über die Stadt und die Bucht zu haben.
Nach dieser Visite nahmen wir den Bus zum Union Square, stiegen um und fuhren zur Market Street, von wo wir mit dem BART direkt zum Flughafen fuhren. Ausgecheckt hatten wir bereits am Morgen beim Verlassen des Motels und von dort auch schon für den Flug eingecheckt.
Auf dem Flug kam ich mit unserem Sitznachbarn ins Gespräch, Peter. Er konnte einiges zu San Francisco und Los Angeles, seinen beiden Heimatstädten, erzählen. Als großer Beatlesfan zeigte er sich begeistert als er erfuhr, dass ich aus Hamburg kam. Im Gespräch verging die Zeit wie im Flug. Zurück am Flughafen wurden wir von Laine's Mutter und Schwester abgeholt und fuhren zu ihnen nach Hause.








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