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August 2008 - Los Angeles

Alles begann schon gut ein Jahr im Voraus, als ich meiner besten Freundin Tina versprach, sie mal in Singapur zu besuchen. Vor allem, nachdem sie im September '07 schon in Berlin war. Laine lud mich irgendwann im Laufe des Jahres 2007 ebenfalls ein, sie in Kalifornien zu besuchen, und als ich über ein Star Alliance Around the World Ticket stolperte, stand fest: ich würde einfach beides verbinden. Zweifel bestanden schon nicht mehr, als Laine und ich am 8.12.07 offiziell ein Paar wurden - meine Freundin wollte ich natürlich auch irgendwann mal sehen.

Im Februar 2008 nahm ich Verbindung zu meinem Travel Agent, einem Bekannten meines Stiefvaters auf, der mir als Experte in Sachen Fernreisen empfohlen wurde. Mitte Februar stand der Plan:

Am 8. August 2008 würde ich mit der Air Berlin nach Los Angeles fliegen, in der Nacht vom 16. auf den 17. weiter nach Singapur, am 20. nach Bangkok und dann nach Hause. Bangkok war nicht einmal wirklich im Plan, allerdings hätte es Probleme geben können, falls der Flug aus Singapur verspätet wäre.

Freitag, 8. August 2008

Flug Hamburg - Düsseldorf - Los Angeles

Was für ein Datum: Es war der Geburtstag meiner Mutter, was aber dieses Mal nebensächlich war. Aber es war auch der achte Monatstag von mir und Laine. Und einfach ein schön symmetrisches Datum obendrein.

Früh morgens stand ich auf, denn um zehn begann meine Reise bereits mit dem Flug von Hamburg nach Düsseldorf. Gegen neun waren wir in Hamburg und ich konnte einchecken, bevor Pauschaltouristen und Geschäftsreisende eine lange Schlange verursachten. Für beide Flüge bekam ich Fensterplätze, was mir sehr genehm war.



Um halb zwölf war die erste Etappe geschafft - ich war in Düsseldorf. Dort gab es lange Warteschlangen, aber ich hatte ja Zeit. Das gab mir Gelegenheit, einige der Schönheiten an den Gates zu bewundern. Der Flug war sogar verspätet gelistet - 13.40 Uhr statt 13.00. Nicht allzu wild dachte ich. Zum fünften Mal zeigte ich mein Weiterflugticket und das Formular mit meiner Adresse in den USA vor... nervig, aber wenigstens gab es keine Komplikationen.

Aufregung war immer noch nicht zu spüren. Das lag wohl daran, dass ich immer noch nicht wirklich begriffen hatte, dass ich gerade in der Realität war und etwas Gewaltiges vorhatte.

D-ALPJ

Doch es ging nicht um 13.40 Uhr los - drei Personen aus Berlin hatten mit ungültigen Pässen eingecheckt, ließ der Kapitän wissen. Zusätzlich durch die Verspätung durch die späte Ankunft der Maschine aus Florida kam also noch, dass die Koffer durchsucht werden mussten. Mein Sitz war nicht direkt der Fenstersitz, aber am Gang daneben (Reihe H). Von dort kann man die Beine in den Gang ausstrecken und gut aus dem Fenster gucken.
Mein Sitznachbar war ein junger Schwede, der mir erzählte, er würde im kommenden Jahr in Santa Barbara studieren. Wir unterhielten uns schon jetzt nett und auch für den Rest des Fluges verstanden wir uns absolut prima.

Als wir dann um etwa 15.00 endlich starteten erfüllte sich noch ein Wunsch von mir - es regnete. So heftig, dass wir sogar noch einmal ein paar Minuten warteten. Ein besonderer Spaß, bei diesem Wetter Deutschland den Rücken zu kehren!

Der Flug war ruhig, ich unterhielt mich mit meinem Nachbarn und wir halfen uns gegenseitig bei den Einreiseformularen, ich las und sah mir die drei Spielfilme und Serien an. Nach ein paar Stunden offenbarte sich ein wundervoller Blick auf Grönland, später auf Kanada und das Great Basin mit Las Vegas.

Greenland
Greenland

11 Stunden und 20 Minuten nach dem Abflug wurde ich dann doch hibbelig, als wir auf Runway 24R des Flughafens LAX aufsetzten und nach schier endlosem Rollen am Terminal andockten.
Dann ging doch alles relativ schnell. Wider meiner Erwartungen war die Einreise kinderleicht und der Beamte plauderte ausgelassen, wünschte mir viel Spaß dabei, meine Freundin zu treffen und fertig. Der Koffer war auch mit gekommen und ein paar Gänge später trat ich durch einen Breiten Ausgang.
Ein Stockwerk höher standen an der Ballustrade wartende Abholer, darunter auch Laine. Wir erkannten uns sofort, und ich beeilte mich die Rampe hinauf.

Dabei war auch Laine's Mutter, die erst einen Tag vorher erfahren hatte, dass ein 'Freund' zu Besuch käme und Laine doch gern im Hotel übernachten würde, um Fahrzeiten zu sparen. Die Mama begrüßte mich fast schon herzlicher als Laine selbst und wir verstanden uns auf Anhieb.

Als wir über den Center Way, später über den Century Blvd fuhren, hatte ich endgültig die Fassung verloren. Ich fühlte mich wie in einem Film. Die Sonne schien wie sie es in Deutschland nie tut, Palmen säumten den Straßenrand... es war unglaublich.

Das Hotel (Tradewinds Adventurer) machte einen gemischten Eindruck auf mich. Nicht wirklich nobel, aber auch nicht schlimm. Wobei die Lobby noch der beste Teil war. Die Suite war jedoch annehmbar, zwei Zimmer mit großem Fernseher und Kühlschrank. Laine verfrachtete auch gleich Getränke in diesen und kramte massig Chips auf den Tisch - ohne Kommentar.
Ich verstaute meine Sachen und wir fuhren sogleich wieder. Man fragte mich, wo ich denn gern essen würde. Also schlug ich das legendäre In N Out am Flughafen vor, einer der bekanntesten Spottingpunkte dort. Und es lohnt sich wirklich, das Restaurant steht direkt an der Schwelle von Landebahn 24R und in der Abendsonne mischten sich die hellen Lichtbänder mit den Positions- und Landelichtern der landenden Maschinen - ein unglaublicher Anblick.
Das Essen war jedoch nicht wirklich der Brüller, und viel zu viel. Keiner von uns dreien schaffte seine Pommes und Burger, Laine sowieso nicht, da die Auswirkungen ihrer Weisheitszahn-OP am Montag noch deutlich sichtbar waren.

In-n-Out LAX

Ich konnte immer noch nicht ganz fassen, dass ich wirklich in Los Angeles war... das sollte auch den Rest des Tages so bleiben.
Als wir wieder im Hotel waren kamen Laine's Vater und Schwester, um ihre Mutter abzuholen. Auch die beiden waren auf Anhieb sehr freundlich zu mir und Laine's Mutter versicherte mir wiederholt, dass ich jederzeit in ihrem Haus willkommen sei, falls ich das Hotel nicht mögen würde.
Erstmal allerdings war ich mit Laine endlich allein. Endlich konnten wir uns küssen. Als sie um halb drei Uhr nachts nach hause fuhr war ich dann aber doch froh, endlich schlafen gehen zu können.

Samstag, 9. August 2008

Ohne Zeit lebt es sich scheiße. Mein Handy war verloren, seit ich am Vorabend versucht hatte, Laine's Simkarte zu benutzen und dabei den Akku rausgenommen hatte. Mein Wecker hatte ebenfalls keine Batterie gehabt und war deshalb verstellt. Ich hatte also keine Ahnung, wie spät es war. Ich stand also auf, als ich ausgeschlafen hatte, ging frühstücken (nicht sehr zufriedenstellend). Ich versuchte, Laine anzurufen und stellte fest, dass ich mit der Eingabe meiner Kreditkartennummer und einer Sicherheitsnummer, von der ich noch nie etwas gehört hatte, total überfordert war. An den Internetrechnern des Hotel war eine Zeit abzulesen - zehn Uhr morgens war es mittlerweile.

Langweilig war es aber auch, also schrieb ich Laine eine Nachricht auf dem Nachttisch, ich sei ein wenig die Gegend erkunden. Als ich aber gerade aus der Tür wollte, kam sie herein. Zu spät, da sie sich verfahren hatte.

Nach ein wenig morgendlichem Rumschlumpfen rangen wir uns gegen 14.00 Uhr dazu durch, nach Santa Monica aufzubrechen. Ein echter Kalifornischer Strand! Vom Pazifik hatte ich ja bisher keinen Tropfen gesehen.

Myrtle Street

Vor Ort war es aber schwer, einen Parkplatz zu finden, als wir dann einen hatten, gingen wir über den Strand zur Pier, die angeblich weltberühmt ist. Wir liefen ein wenig in der Gegend herum, an der Ocean Avenue entlang, aßen auf der Pier und hatten eine schöne Zeit.
Der Sonnenuntergang war wie nichts, was ich je zuvor gesehen hatte. Nirgends.







Palm trees Santa Monica muscle beach


Auf der Rückfahrt nahmen wir chinesisches Essen mit und im Hotel machte ich mein verspätetes Geburtstagsgeschenk auf. Wir sahen ein bisschen fern. Obwohl Laine todmüde war, musste sie um zwölf nach hause. Ich machte mir ein wenig Sorgen, ob sie überhaupt noch fahrtüchtig war, aber was konnte ich machen? Ich brachte sie zum Auto und wünschte ihr eine gute Nacht.

Sonntag, 10. August 2008

Heute hatte Laine den Weg früh gefunden, ich schlief noch als sie kam. Sie hatte ihr MacBook mitgebracht, so dass ich eine Email nach hause schicken konnte (Eltern machen sich zu viele Sorgen). Wir saßen eine ganze Weile draußen am Pool, ich zeigte Laine in Google Maps, wo ich wohne und wie ich zur Schule komme. Allgemein gammelten wir die meiste Zeit des Tages nur rum.

Abends fuhren wir zum Griffith Observatory, von wo aus man einen atemberaubenden Blick über Los Angeles hat. Es gab einige Probleme bei der Parkplatzsuche und wir mussten im Tal parken und zu Fuß den Hügel hinaufgehen. Der Anblick entlohnte jedoch durchaus dafür.





Griffith Observatory at night

Montag, 11. August 2008

Laine war mal wieder sehr spät dran. So spät, dass ich sie vom Münztelefon auf der anderen Straßenseite aus anrief. Ging aber nicht ran. Als ich dann - ich hatte mal wieder einen Zettel hinterlassen - den Century Boulevard entlanglief kam mir der weiße Toyota aber schon entgegen, als ich gerade am Parkplatz vorbeilief. Meine Herzdame hatte Frühstück von KFC mitgebracht.
Für heute war eigentlich geplant, nach San Diego in die Sea World zu fahren. Da Laine aber so spät war machte das keinen Sinn mehr. Deswegen wurde umgestoßen, so dass wir heute nach Huntington Beach fahren wollten.

Der Strand dort ist etwas schöner als der in Santa Monica und diesmal hatten wir auch unsere Badesachen mit gebracht. Das Wasser ist wesentlich wärmer als an Nord- und Ostsee, die Wellen auch besser.












Diese Nacht schlief ich bei Laine zuhause auf der Couch, da wir am Dienstag nach Disneyland wollten, was von dort viel schneller zu erreichen ist. So sparte Laine sich den Umweg, nach Inglewood zu fahren um mich abzuholen.

Dienstag, 12. August 2008

So fuhren wir dann früh nach Anaheim, von West Covina sind es nur knapp 20 Minuten. Dort angekommen stellte Laine fest, dass sie ihre Brieftasche vergessen hatte. Samt Kreditkarte, Geld und Führerschein. Also übernahm ich heute das Zahlen. Laine's Mutter rief an, sie hatte auch bemerkt, dass die Brieftasche noch zuhause lag, und verbot Laine, mich abends nach hause zu fahren. So kam ich in den Genuss einer weiteren Couchnacht.

Doch zunächst waren wir ja in Disneyland, gegen das jeder deutsche Freizeitpark wie eine Lachnummer wirkt. Die an jeder Ecke gebotene Show ist unfassbar echt, Animationen, Kulissen, Darsteller... von Star Wars bis Toontown bietet sich eine völlig andere Welt. Besonders beeindruckend ist das nächtliche Feuerwerk von gewaltigem Ausmaß. Kaum zu glauben, dass die das wirklich jeden Abend abziehen.
Ich kann diesen Freizeitpark nur wärmstens empfehlen. Die Indiana-Jones Achterbahn jagt einem einen gewaltigen Schrecken ein, nicht nur, weil man plötzlich denkt, Harrison Ford stünde direkt vor einem, sondern auch, weil die berühmte Steinkugel wirklich auf einen zugerollt kommt!
In der Fluch-der-Karibik Wasserbahn sind im Dunkeln Filmszenen dargestellt, die einem wirklich das Gefühl geben, mitten im Film zu sein.





























Mittwoch, 13. August 2008

Am nächsten Morgen fuhren wir erstmal in West Covina einkaufen - ein bisschen mehr Verpflegung. Ein Wörterbuch wollte ich mir auch noch kaufen. Einsprachig, für den LK.
Dann ging es erst zum Hotel zurück, damit ich in frische Klamotten kommen konnte. Auf dem Plan für heute stand das Aquarium des Pazifiks in Long Beach. Kein wirklich großes Aquarium, doch sehr interessant und vielseitig. Wir sahen einen 3D-Film "Monsters of the Abyss", der sein Geld allerdings nicht wirklich wert war. Papageien gibt es auch, anders als woanders kann man hier jeoch ins Gehege selbst hineingehen und die Vögel streicheln, manchmal setzen sie sich auf die Schulter etc. Oder eben sie tun was jeder von uns ab und zu tun muss - in diesem Fall im Flug direkt über Laine und mir. Die volle Ladung Vogelmist... aber wir konnten uns waschen und gut war es dann fürs Erste. Es gibt einige nette Tiere zu bestaunen, Haie, Rochen (zum anfassen) und Seelöwen zum Beispiel. Interessanter sind aber die ganzen tropischen Fische im Gebäude.

Alles in allem dauerte der Aufenthalt aber nicht unbedingt lange. Zurück im Hotel wollten wir eigentlich meine Wäsche waschen fahren (die Preise im Hotel sind viel zu überteuert), aber irgendwie kam es nicht dazu - wir gammelten nur rum. Hat aber trotzdem Spaß gemacht, schließlich war ich ja eigentlich nicht in touristischer Mission da.


Queen Mary Long Beach







Donnerstag, 14. August 2008

Der verkorkste Tag. Eigentlich wollte ich mich heute mit Cindy treffen. Blödeweise hatten wir nichts im Voraus abgemacht. Also rief ich sie auf ihr Handy an, niemand nahm ab, das mehrfach. Laine wollte um 15.00 Uhr kommen - es sei denn ich riefe sie an, falls ich mit Cindy länger unterwegs wäre. Nur war von Cindy kein Lebenszeichen zu bekommen... ich lief ein wenig um die Blocks, auch um nach einem Waschsalon zu sehen. Gefunden habe ich keinen. Gegen halb zwölf rief ich Laine dann an. Die schlief leider noch, versprach aber, zum Hotel zu kommen. Also ging ich zurück und wartete. Las, sah fern (welches übrigens auch nicht besser ist als Unseres) und knapp zwei Stunden später traf Laine ein.
Im Laufe des Nachmittags packten wir meine Wäsche zusammen und fuhren los. Zwei Blocks weiter war direkt ein Waschsalon. Ein interessantes Unterfangen, glücklicherweise kannte Laine sich aus. =) Teuer war es nicht, obwohl wir noch Waschmittel kaufen mussten, und es ging relativ schnell. Wenigstens war meine Kleidung für den Rest der Reise gesichert.

Abends fuhren wir nach Pasadena. Tropic Thunder war gerade in den USA angelaufen und wir wollten ihn beide sehen. Old Town Pasadena gefällt mir sehr gut, es ist ein wirklich ansprechendes Viertel. Der Film war auch gut, obwohl ich feststellen musste, dass ich viele Gags einfach gar nicht wahr nahm, alle anderen aber lachten... nun gut, er ist für Amerikaner ausgelegt, wahrscheinlich liegt da das Problem, da mir gewisse Klischees oder Hintergrundwissen fehlen. Wie auch immer, er war trotzdem gut.

Danach fuhren wir dann wieder zurück, da wir nicht daran gedacht hatten, meine Sachen einzupacken. Ich schlief wieder in West Covina auf der Couch, da wir am nächsten Morgen endlich nach San Diego wollten.



Freitag, 15. August 2008

San Diego liegt nur gut zwei Autostunden weit weg. Wir hatten Zeit für ein ausreichendes Frühstück und dafür, Tickets für SeaWorld online zu bestellen.

Gegen zehn Uhr waren wir dann da und kamen schnell und ohne Komplikationen in den Park (warum auch nicht? Mir fehlte nur ein Gliedsatz).
In SeaWorld gibt es einiges zu sehen, die Delfin- und natürlich die Shamu-Shows sind unglaublich beeindruckend. Es gibt einen großen arktischen Bereich mit Belugawalen und Eisbären, gleich daneben ein Pinguinhaus, in dem es auch angenehm kühl ist. Ein großes Haihaus und dann noch Manatis. Auf jeden Fall gibt es genug zu sehen und zu erleben, dass man sich den ganzen Tag dort aufhalten kann.
Alles in allem waren wir in zwei verschiedenen Delfinshows, eine mit Seelöwen und ähnlichem Getier sowie zwei Orca-Shows. Abends wird der Fokus bei den Shows auf Lichteffekte gelegt, was auch sehr schön ist. Und wie in Disneyland wird natürlich genug Feuerwerk abgebrannt, um eine Kleinstadt zu sprengen.
Ich hatte auch endlich Cindy an der Strippe (Laine's Handy) und machte mit ihr ein kurzes Treffen für den nächsten Tag aus.

Gegen Mitternacht waren wir wieder in West Covina, um Laine's Schwester abzuholen. Die wollte bei uns im Hotel übernachten, damit sie den nächsten Tag mit uns verbringen konnte. Unter dieser Bedingung durfte dann auch Laine im Hotel schlafen.









Piranhas... sehr unheimliche Fische. Sie verharren absolut regungslos, sind einfach nur da...









Achja, dann war da noch die Atlantis-Wasserachterbahn... das Wort "soaked" wird in SeaWorld zwar oft verwendet, ist aber nirgends so angebracht wie hier! Selbst unsere Taschen (samt Kameras/Tickets etc.) waren durchnass!







Mit Waisentieren aus dem Tierheim wird auch eine Show gemacht, die absolut niedlich ist.

Samstag, 16. August 2008

Der letzte Tag war gekommen. Und er war viel zu schnell gekommen. Wir standen irgendwann vormittags auf, Laine ging zum Pool um auf ihrem Macbook eine Wegbeschreibung nach Hollywood zu suchen und um Punkt 12 Uhr checkten wir aus. Ich lud meinen Koffer in Laine's Kofferraum und wir machten uns auf den Weg zum Hollywood Boulevard.

Der wiederum hat mich sogar enttäuscht. Eine nicht einmal sonderlich breite oder tolle Straße, in der ein paar Kinos (eigentlich eine ganze Menge Kinos) stehen. Der Walk of Fame ist auch nur ein Bürgersteig, nur halt mit Sternen (und nervigen Baugerüsten - wie zuhause!) Um das Hollywoodzeichen zu sehen muss man jemand Ortskundigen fragen - und dann auf das Dach der Mall gehen, von wo aus man durch einen Torbogen den Berg mit dem Schriftzug sehen kann - sehr klein. Extrem klein sogar. Aber es gibt lauter Leute, die sich als Filmfiguren verkleidet haben und mit denen man sich fotografieren lassen kann (s.u.)
Wie gesagt, Hollywood fand ich eher enttäuschend. Es gibt wesentlich nettere Ecken, so zum Beispiel Old Town Pasadena oder Huntington Beach.

Wir blieben jedoch nicht lange, da ich schon um 16.00 mir Cindy verabredet war. Und zwar am Hotel in Inglewood. Deswegen mussten wir sehr früh in Hollywood losfahren, und dann doch noch warten, da Cindy das Hotel nicht finden konnte. Knapp eine Stunde nach der vereinbarten Zeit trudelte sie auch ein. Laine war schlecht gelaunt, blieb deswegen im Auto, während ich mich mit Cindy unterhielt. Leider nicht lange =( Aber Zeit genug, ihr die Wacken-Autofahne zu schenken, die ich ihr versprochen hatte. Dann wollte sie Laine doch noch kennen lernen, aber es blieb beim Händedruck. Nächstes Mal werden wir uns vorher verabreden, damit sowas nicht wieder passiert.

Laine, Mina und ich fuhren dann wieder mal nach West Covina. Dort sahen wir noch einen Film auf DVD, spielten ein bisschen Pool und aßen zu abend, bevor wir um 20.00 Uhr zum Flughafen fuhren.





Laine's next boyfriend ^^




Cindy.

Auf dem Weg zum Flughafen machte sich dann Traurigkeit breit. Wir hörten einige der Lieder, die Laine mir einmal als Mix geschickt hatte und über ihr Gesicht kullerten Tränen.

Am Tom Bradley Terminal angekommen reihten wir uns erstmal ein - mein Flug nach Taipeh war noch nicht zum Check-in bereit, und aufgrund von Umbauarbeiten war die Schlange draußen. Wie lange wir da standen weiß ich nicht, aber recht lange. Noch länger allerdings drinnen, als es dann los ging. Stunden. Dennoch war ich gegen 23.00 Uhr fertig und wir gingen nach oben, um noch etwas zu essen. Mein letztes Essen in Amerika. Wir saßen noch ein bisschen da, unterhielten uns, versprachen uns, uns so bald wie möglich wiederzusehen... dann war der Moment gekommen, als ich gegen 01.05 Uhr in Richtung des Gates ging, mich umdrehte und Laine meine Hand nicht los ließ. Das machte es nicht wirklich einfacher.

Weiter nach Singapur

 

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14.10.2008
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